Lage
Ort ca. 112 km SW von Midelt, bzw. 120 km N von Tinerhir (Tinghir), bzw. 105 km SE von El-Ksiba. Von Midelt erreichbar über die N 3424/3425; von Tinerhir über die N 3483/3445; von El Ksiba über die N 1909/1901/1903 (sehr kurvenreiche Strecke).
Der Ort liegt auf ca. 2.100 m Höhe südlich der Seen Tislit und Isli. Imilchil steht als Fundstellenregion für ein ausgedehntes Hochgebirgs-Sammelgebiet zwischen Tasraft-Anergui (ca. 30 km W-SW), Tassent (15 km NW), Anefgou-Tirrhist (17 km NE) und Tabenasz/Timarine (15 km E bis SE). Die umliegenden Gebirgszüge sind die Jebel Issoual (2.765 m) und Tamcharam mit dem Pass Tizi n'Issoual (2.863 m).
Geologie (sehr stark vereinfacht, da in jedem Massiv unterschiedliche Gesteinstypen)
Grobkristalline, pyroxen-olivin-biotitreiche Dolerite, ophitische Gabbros (basische bis intermediäre Plutonite; permo-triassische Vulkanit-Massive), innerhalb der Massive intrudierte jurassische Kalksteine und Mergel. Innerhalb der Diorite und Gabbros spätmagmatische leukokrate und hololeukokrate Episyenite mit frei kristallisiertem Epidot, Apatit, Orthoklas, Titanit, Grossular und Andradit, Arfvedsonit, Aktinolith, Rutil und Magnetit. Zwischen den Gabbros und den Kalksteinen Skarn-Kontaktzonen.
Eine sehr ausführliche Beschreibung der Geologie des Gebietes in:
- Jahn/Bode/Lyckberg/Medenbach/Lierl, 2003; Marokko-Land der schönen Mineralien und Fossilien; s.u. > Literatur)
Fundstellen
Es ist absolut empfehlenswert, die Fundstellen mit einem ortskundigen Führer aufzusuchen. Gute Fundmöglichkeiten NW von Imilchil bei Tassent, am Tizi-n'-Inouzane (ca. 18km SE von Imilchil), am Bach Assif Melloul (S von Imilchil), bei Bled Timzought (5km N von Imilchil), bei Tirrhist (aufgelassener Pb-Zn-Bergbau) sowie in den Mergeln des Seen-Plateaus (ca. 6km von Imilchil).
Sammlerinformation
- Die oft unter dem Fundortnamen Imilchil angebotenen Nepheline mit Schorlomit sind nicht von Imilchil, sondern von Tamazeght, bzw. aus dem Alkaligesteinskomplex des Jebel Bou Agrao, ca. 20km SW von Midelt.
- Die unter dem Fundstellennamen Imilchil angebotenen Coelestine stammen aller Wahrscheinlichkeit nach aus dem Pb-Zn-Bergwerk bei Tirrhist.
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