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Vogtland

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Deutschland / Sachsen / Vogtlandkreis

Mineralienatlas short URL

https://www.mineralatlas.eu/?l=588
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Vogtlandkreis, Sachsen, DE
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Detailed Description

Der Kirchberger Granit ist mineralogisch für Sammler sehr interessant, vor allem wegen seiner pegmatitischen Bildungen. Bekannt sind vor allem die Rauchquarze und auch Feldspäte aus der Umgebung von Röthenbach, Wildenau, Abhorn, Plohn, Wolfersgrün und Hirschfeld. Da ich nicht weit weg davon wohne, bin ich im Frühjahr und Herbst, wenn geackert wird, öfters dort und schruppe Kilometer auf den Feldern. Aber das machen eben viele und das schon seit vielen Jahren und so verwundert es nicht das die Fundmöglichkeiten immer geringer werden. Auch ein vor wenigen Jahren aufgemachter Steinbruch hat noch noch keine überwältigende Funde gebracht. Immerhin sind auf den Feldern aber schon Rauchquarzkristalle von über 30 cm Länge gefunden worden. Mein größter selbstgefundener Rauchquarz ist immerhin 15 cm.

Ein weiterer interessanter Fundpunkt ist nach wie vor Pechtelsgrün. Der Wolframitbergbau hier wurde zwar schon 1968 eingestellt aber auf den umgebenden Feldern, vor allem östlich vom Schachtgelände kann man immer wieder in Quarz eingewachsene Wolframittafeln finden, zumindest als Beleg geeignet. Beim Zerschlagen größerer Granitlesesteine mit Quarz/Wolframit-Trümern auf den Feldern konnte ich erst im März 2003 freistehende Wolframitkristalle auf Quarz bergen. Was beweist das auch eine erloschene Fundstelle immer wieder für eine Überraschung gut ist. Das Schacht- und Haldengelände gehört jetzt einer Recyclingfirma. Die fährt schrittweise den auf der Halde gelagerten Waschsand der Aufbereitung als Bausand ab. Dabei wird ab und zu der eigentliche Haldenkörper angeschnitten, ist aber wenig ergiebig und außerdem verbietet der Eigentümer das Suchen von Mineralien auf seinem Grundstück.

Ein weiterer interessanter Fundpunkt im Kirchberger Granit war der Turmalinschurf von Irfersgrün. Der Fundpunkt ist Ende der 60iger Jahre durch Zufall mitten in einem Wald entdeckt worden als der damalige Besitzer der Lochmühle einen Schurf anlegte um Material für einen Wegebau zu gewinnen. Der Fundpunkt selbst brachte über viele Jahre herrlichen schwarzen Turmalin, Quarz, Muskovit, Cordierit, Apatit und Rutil in der Varität Sagenit. Als absolute Besonderheit kam auch Aquamarin bis mehrere cm Größe in zum Teil Edelsteinqualität vor. Die eigentliche Fundstelle ist von den Sammlern schon mehrmals rum und num (sächsisch) gewühlt worden und deshalb als ausgebeutet zu betrachten. Nach starken Regenfällen findet man heute noch einzelne sehr kleine Schörlkristalle im Schutt, ab und zu auch mal noch Cordierit und Sagenit. Auf dem oben erwähnten Weg habe ich mal vor etwa 20 Jahren Waschversuche mit dem Wegebaumaterial unternommen und einen 20 mm langen Aquamarin gefunden, aber auch das ist Geschichte. Trotzdem schaue ich manchmal dort vorbei und stelle immer wieder fest, daß es immer wieder Sammler versuchen Löcher zu graben. Aber ein neuerer erwähnenswerter Fund ist mir nicht bekannt geworden. Eine weitere, recht ähnliche Fundstelle soll sich ca. 300m oberhalb des Pegmatitschurfes inmitten einer dichten Fichtenschonung befunden haben. Sie soll in der Vergangenheit vor allem klare Rauchquarzstufen geliefert haben. Nahe am Waldrand in Richtung Hirschfeld wurden ebenfalls vor Jahren interessante Orthoklasaggregate in einem kleinen Areal auf der Ackerfläche gefunden und von einheimischen Sammlern ausgegraben.

Der Bereich der ehemaligen Flussspatgrube Schönbrunn wird suksesive saniert. Der Tagebau "Süd" zwischen dem Schacht und dem Ort Schönbrunn ist schon rekultiviert, hier ist nichts mehr zu finden. Der Tagebau "Nord" unmittelbar am Schacht soll angeblich 2005 oder 2006 dran kommen. Hier kann man mit Glück noch selten Malachit, und Azurit sowie Limonit und blaue Fluoritoktaeder finden, aber auf jeden Fall keine Ochsenaugen mehr. Grüner und blauer derber Fluorit ist an des stehen gelassenen Gangresten im Tagebau "Nord" immer zu finden. Hier sollte man auf jeden Fall noch mal vorbei fahren bevor es endgültig aus ist.

In der Umgebung von Röthenbach, Wildenau, Abhorn und Plohn wurden fast alle "Rauchquarzhöffigen Felder" im Herbst 2004 umgeackert, hier kann man nach der Schneeschmelze Kilometer schruppen, mit etwas Glück kann man schon noch ein paar Rauchquarze und Feldspäte finden, auch wenn die Funde in den letzten Jahren immer weniger geworden sind (da ziemlich überlaufen).

Jedes Jahr nach der Schneeschmelze, das kann im oberen Vogtland manchmal auch erst im April/Mai sein, fahre ich mal ins Schneckensteingebiet, aber nicht zum Schneckenstein selbst, sondern auf die alten Wismuthalden. Eine dieser Halden wird seit ein paar Jahren zeitweise zur Schottergewinnung abgefahren. Hier kann man Baryt, Goethit, Zinnstein, Siderit, Quarze, selten Uraninit (Geigerzähler mit nehmen) u.a. finden.

Minerals (Count: 316)

Mineral images (9 Images total)

Pyrit - kubisches Mineral
Views (Image: 1376741711): 5706, Rating: 5.5
Pyrit - kubisches Mineral  D

Vogtland - Deutschland, 45 x 35 x 27mm, 50g,

Copyright: Sealauncher
Contribution: Sealauncher 2013-08-17
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PYROLUSIT
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PYROLUSIT (SNr: 00675.)

Fundgebiet südlich von Großzöbern im SW-Vogtland, Sachsen, (D) BB.: ca. 20mm

Collection: Daniel Neumann
Copyright: Daniel Neumann
Contribution: Neumann 2012-10-05
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LIMONIT pseudomorph nach Siderit
Views (Image: 1349560511): 3437
LIMONIT pseudomorph nach Siderit (SNr: 00686.)

Fundgebiet südlich von Großzöbern nahe Plauen im Vogtland, Sachsen, (D) BB.: ca. 18mm

Collection: Daniel Neumann
Copyright: Daniel Neumann
Contribution: Neumann 2012-10-06
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Rocks (Count: 41)

Subsidiary Pages

Reference- and Source indication, Literature

Quellangaben:

  • Tröger, S. (2011). Neue Amethystfunde im Sächsischen Vogtland. Lapis, Jg.36, Nr.1, S.39-41.
  • erstellt durch geomueller

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