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Carcharias

Carcharias

Additional Functions

Additional information / Summary

Synonyme: Synodontaspis (WHITE, 1931), Triglochis (MÜLLER & HENLE, 1837), Eugomphodus (GILL, 1861), Patodontaspis (WHITE, 1813), Araloselachus (GLÜCKMAN, 1964), Eostriatolamia (GLÜCKMAN, 1980)

Grouping

Belong­ing to

Gaeabionta  ⇒ Domäne: Eukaryota  ⇒ Reich: Animalia  ⇒ Mittelreich: Eumetazoa  ⇒ Klade: Triploblastica  ⇒ Klade: Nephrozoa  ⇒ Abzweig: Deuterostomia  ⇒ Stamm: Chordata  ⇒ Unterstamm: Vertebrata  ⇒ Infrastamm: Gnathostomata  ⇒ Superklasse: Pisces  ⇒ Klasse: Chondrichthyes  ⇒ Unterklasse: Elasmobranchii  ⇒ Kohorte: Euselachii  ⇒ Subkohorte: Neoselachii  ⇒ Superordnung: Galeomorphii  ⇒ Ordnung: Lamniformes  ⇒ Familie: Odontaspididae

Taxo­nomic seg­ment

Gattung

This mentioned taxonomy is an attempt to make an conclusive assignment from the different classifications of various scientists. Because the taxonomy may change due to the latest investigative methods and other findings, our map is a guide only.

Name from

Corre­spond­ing author (Name, Year)

Rafinesque, 1810

Alternative Name

Eugomphodus

Synonym: Gill 1862

Squalus (Carcharias)

als Untergattung von Squalus

Detailed description

Allgemeines

Diese Gattung kommt seit dem Apt bis rezent vor. Die Sandtigerhaie der Gattung Carcharias sind noch mit 2 Arten, Carcharias taurus und Carcharias tricuspidatus, in den heutigen Meeren vertreten. Die beiden Arten sollen sich praktisch nur durch das Fehlen der Labialfalten bei Carcharias tricuspidatus unterscheiden.

Die Verbreitung dieser Grundhaie erstreckt sich über den Atlantik, das Mittelmeer, Südostafrika, Japan und Australien. Die maximale Größe der Haie liegt bei 3,50 m. Die oft in größeren Gruppen von bis zu 20 Exemplaren auftretenden Sandtigerhaie fressen bevorzugt Fische, Kalmare und auch größere Krebstiere. In den 1970er Jahren wurden Tausende dieser sicher furchterregenden, aber im Grunde harmlosen Haie mit Explosivgeschossen getötet.

Auf diese Weise wurden sie sogar von von renommierten Wissenschaftlern gejagt, die es nicht schafften, der Versuchung zu widerstehen. Trotz besseren Wissens wollten sie als Helden bewundert werden.

Die fossilen Vertreter dieser Gattung wurden in der Vergangenheit häufig mehrfach beschrieben. Es gibt keine andere Gattung der Selachier, in der so viele Arten wiederholt aufgestellt worden sind. Auf der anderen Seite verbergen sich hinter einzelnen Namen, wie etwa Carcharias acutissima, gleich mehrere Arten. So unterscheiden sich Exemplare aus dem Oligozän durch Größe, Ausbildung und Anzahl der Nebenzähne sehr deutlich von Vertretern aus dem Miozän. Dies beobachtet man oft bei Arten, die über so gewaltige Zeiträume existiert haben.

Evolution

Die geologisch ältesten Vertreter aus der Familie der Lamniden wurden in den Steinbruch Störmer (Wallücke, Wiehengebirge) nachgewiesen. In den dort anstehenden Schichten des Calloviums des mittleren Jura wurden fragmentarisch erhaltene Kronen gefunden, die u.a. durch eine Schmelzfaseruntersuchung der Familie der lamniden Haie zugeordnet werden konnten.

Wesentlich besser erhalten sind mehrere fast komplette Haie aus dem Tithon des oberen Jura von Eichstätt, die in den dort anstehenden Plattenkalken gefunden wurden. BEAUMONT beschrieb sie 1960 als Palaeocarcharias stromeri. Die ersten sicher bestimmbaren Arten aus der Kreide sind Carcharias subulata (AGASSIZ, 1843) aus den Schichten des Alb und Carcharias striatula (DALINKEVICIUS, 1935) aus Kent in England. Diese weitverbreitete Art kommt vom Alb bis in das Apt vor.

Aus der oberen Kreide ist eine Vielzahl von Arten beschrieben worden. International wurde aus dem Cenoman Carcharias amonensis (CASE & CAPPETTA, 1999), eine Art mit weltweiter Verbreitung, anerkannt. Aus dem Coniac kennt man Carcharias heathi (CASE & CAPPETTA, 1997), eine Art, die auch im Maastricht von Texas nachgewiesen wurde. Ebenso wurde in der kanadischen Provinz Saskatchewan Carcharias lillae (CASE, 1990) aus den Schichten des Coniac beschrieben. Im Campan trifft man auf Carcharias holmdelensis (CAPPETTA & CASE, 1975) und Carcharias samhammeri (CASE & CAPPETTA, 1999). Alle diese Arten hatten ihre Verbreitungsschwerpunkte auf dem heutigen Gebiet der USA.

Besondere Bedeutung für die Evolution der Gattung könnte die aus dem europäischen Campan nachgewiesene Art Carcharias latus (DAVIS, 1890) haben. Diese Art soll Merkmale der weiterentwickelten Arten aus dem Tertiär haben. Ebenfalls eine Art aus dem Campan (eventuell bis ins Maastricht vorkommend) von Europa stellt Carcharias aasenensis (SIVERSON, 1992) dar. Sie wurde nicht selten in den obersten Kreideschichten von Ignaberga in Schweden gefunden. Keine der bekannten Arten der Kreide aus der Gattung Carcharias überlebte die Wende Kreide/Teriär.

Im Thanet/Dan tauchten Carcharias atlasi (ARAMBOURG, 1952), Carcharias teretidens (WHITE, 1931) und auch Carcharias hopei (AGASSIZ, 1843) auf. Besonders die zuletzt genannte Art wird sehr intensiv wissenschaftlich untersucht, da sie als Stammform auch anderer Familien in Betracht kommt.

Besonderes wissenschaftliches Interesse verdient auch die eozäne Art Carcharias koerti (STROMER, 1910). Im Oligozän traten mit Carcharias acutissima (AGASSIZ, 1844) und Carcharias cuspidatus (AGASSIZ, 1843) die wohl bekanntesten und erfolgreichsten Arten dieser Gattung auf. Sie sind weltweit vertreten und zumindest im Oligozän fast überall die häufigsten Arten.

Im unteren Miozän verschwand zuerst Carcharias acutissimus (AGASSIZ, 1844). Diese Art wurde sehr schnell von Carcharias reticulatus (PROBST, 1879) verdrängt. Der Status von Carcharias cuspidatus (AGASSIZ, 1843) im Miozän ist im Augenblick sehr umstritten. Ab dem Langhien ist in Europa Carcharias taurus (RAFINESQUE, 1810) nachweisbar. Eine Art, die noch in den heutigen Meeren vertreten ist.

Zahnbeschreibung (nach Cappetta)

Die bis zu 5 cm hochen Vorderzähne haben eine schlanke Krone, ein s-förmiges Profil, eine stark konvexe innere Seite, die häufig im mittleren Bereich wieder abgeplattet sein kann. Die äußere Seite ist ziemlich flach, die innere Seite trägt unregelmäßige, gebogene Falten, die sich auf der Krone weit nach oben ziehen können, aber bei einigen Zähnen vollständig fehlen. Die Basis der äußeren Seite kann einen kurzen mittleren Grat aufweisen. Im Allgemeinen erreichen die Schneidekanten nicht den Fuß der Krone. Ein bis zwei Paar normalerweise scharfer Seitenspitzen sind vorhanden. Sie sind nach innen gebogen.

Die Wurzel ist hoch, hat deutlich getrennte Äste und auch eine starke innere Wölbung mit einer ausgeprägten Furche. Bei seitlichen Zähnen ist die Krone flacher und breiter an ihrer Basis, genau wie die Seitenspitzen, von denen bis zu drei Paare vorhanden sein können. Die Falten auf der inneren Seite der Krone werden undeutlicher und verschwinden. Die Wurzeläste dehnen sich aus und entfernen sich voneinander. Die basale Seite wird breit, flach oder konvex, immer mit einer deutlichen Furche versehen.

Lebenszeitraum in Million Jahren (Ma)

Start age: 125 Ma - End age: 0 Ma
0
0.0117
1.806
5.332
13.65
23.03
37
55.8
65.5
85.8
125
Meghalayan
Northgrippian
Greenlandian
Upper Pleistocene
Ionian
Calabrian
Gelasian
Piacenzian
Zanclean
Messinian
Tortonian
Serravallian
Langhian
Burdigalian
Aquitanian
Chattian
Rupelian
Priabonian
Bartonian
Lutetian
Ypresian
Thanetian
Selandian
Danian
Maastrichtian
Campanian
Santonian
Coniacian
Turonian
Cenomanian
Albian
Aptian
Holocene
Pleistocene
Pliocene
Miocene
Oligocene
Eocene
Paleocene
Upper/Late Cretaceous
Lower/Early Cretaceous
Quaternary
Neogene
Paleogene
Cretaceous

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Motility: actively mobile
Environment: marine
Compositon of the remains:

phosphatic

Reference- and Source indication, Literature

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Quellenangaben

Next lower taxonomy level

On the same taxonomic level (siblings) (Count: 18)

Taxonomic assignment (38)

Occurrences (8)

Locations with GPS information

References by PBDB, License: CC BY

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