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Grönland

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Detailed Description

Groenland
Groenland

CIA Factbook

CIA World Fact Book

Allgemeine Informationen

Hauptstadt:

Nuuk

Fläche:

2.186.000 km²

Einwohnerzahl:

57.190 (2006)

Bevölkerungsdichte

0,026 Einwohner pro km2



Geographie

Offizieller Landesname: Kalaalli Nunaat. Hauptstadt ist Nuuk (früher Godthab)

Grönland, die weltgrößte Insel, hat eine Fläche von 2.186.000 km², davon sind 84 % von einer bis 3000 m dicken Eisschicht bedeckt. Die ganze Küste bis zu 250 km ins Binnenland ist eisfrei. Hier zeichnet sich eine rauhe Landschaft von Fjorden, Tälern und Bergen ab. Höchste Erhebung ist der Gunnbjorn (3.733 m).

Grönland wird geografisch zum arktischen Nordamerika gezählt, politisch ist sie autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark.


Geologie

Die Insel liegt auf dem Grönland-Schild, welcher Teil einer präkambrischen Plattform ist. In eisfreien Küstenstreifen treten präkambrisch gebildete, ablaufend verformte und metamorph überprägte Sedimente auf, welche sich im N der Insel bis ins Mesozoikum fortsetzen. In E- und W-Grönland Zeugen von tertiärem Vulkanismus. Die wichtigsten Gesteinsprovinzen liegen im S bei Fiskenässet (metamorphe Magmatite, Ultramafite und Anorthosite). E von Nuuk in der über 3,0 Mrd. Jahre alten Isukasia-Eisenerz-Region mit einem Alter von 3,8 Mrd. Jahren die ältesten Gesteine der Welt, darunter Grönlandit, entstanden vor 3,8 Mrd. Jahren, sowie Nuummit; benachbart eine 2,6 Mrd. Jahre alte Granitintrusion; nahe Nuuk die kleine Insel Akilia, ein neu entdecktes Vorkommen außergewöhnich seltener Mineralien. Im S die Alkalipegmatit-Komplexe Illimaussaq (Nephelin Syenite wie z.B. der Kakortokit und der Naujait, sowie Sodalitit; Narssarssuq und Kungnat: der fluorid-führende Pegmatit von Ivigtut sowie die sog. Gardar-Alkalipegmatit-Intrusionen (Augit Syenite, Gabbro, etc.). Im W und SW paläozoische Carbonatitkomplexe bei Kangerdlugsuaq (Gardiner-Komplex) und Safartoq, sowie basische und ultrabasische Eruptivgesteine bei Ovifaq auf der Insel Disko, wo bis zu 20 t schwere tellurische Eisenmassen in den Basalten vorkommen.


Älteste Lebensformen

Die ältesten Lebensspuren der Erde wurden vor wenigen Jahren im Isua-Gebiet, nahe Nuuk, vom grönländischen Geologen Mike Rosing gefunden (geol. Museum, Dänemark). Dabei handelt es sich um winzige Algen (wahrscheinlich) auf der Basis von Kohlenstoff, mit einem geschätzten Alter von ca. 3,8 Mrd. Jahren. (s. oben > Grönlandit)


Mineralien

Grönland ist weltberühmt für die Vorkommen tw. sehr seltener agpaitischer (bzw. peralkalischer) Mineralien, (benannt nach Agpat bei Illimaussaq im Illimaussaq-Alkalikomplex und im Pegmatitkomplex von Narssarssuq; vergleichbar mit den Vorkommen in den Chibiny (Khibiny)- und Lovozero-Massiven der Halbinsel Kola und (bedingt) mit Mont Saint-Hilaire in Kanada. Diese grönländischen Vorkommen gehören zu den umfangreichsten Alkalipegmatit-Mineralparagenesen der Erde.

Das weltweit größte pegmatitische Kryolithvorkommen in Ivigtut ist wegen einer umfangreichen Fluorid-Mineralparagenese, nicht selten in sehr gut ausgebildeten Kristallen, berühmt bei Sammlern.

Von Fiskenässet stammen gigantische Kornerupin-Kristalle bis 23cm, tw. in Edelsteinqualität. Vom Kangerdluarssaq-Fjord, E von Sukkertoppen (Maniitsoq) rosafarbene Rubine bis 15cm.

Grönländische "Edelsteine"

Der u.a. zu Schmucksteinen verschliffene rosa Tugtupit von Tugtup Aqtaqorfia (Tungdliarfiq-Küste/Tunulliarfiq, Illimaussaq-Komplex), wurde zum Nationalmineral Grönlands erhoben. Die als verschliffene Schmucksteine angebotenen Nuummite, Grönlandite und Kakortokite sind typisch grönländische Gesteine und keine eigenständigen Mineralien.

Minerals (Count: 526)

Rocks (Count: 50)

Fossils (Count: 2)

Reference- and Source indication, Literature

Literatur

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Quellenangabe


Einordnung