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Lapis Lazuli (Lapislazuli)

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Lapis Lazuli
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Lapis Lazuli

Größe: 13,9 x 7,0 x 4,6 cm; Fundort: Ladjuar Madan, Sar-e-Sang, Bezirk Kuran va Munjan, Provinz Badakshan, Afghanistan

Copyright: Rob Lavinsky
Contribution: slugslayer 2011-09-18
Locality: Ladjuar Medam (Lajur Madan) / Sar-e-Sang / Kokscha-Tal / Kuran va Munjan, Bezirk / Badachshan (Badakhshan; Badahsan), Provinz / Afghanistan
Lapis Lazuli
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Lapis Lazuli

Größe: 73x41x09 mm; Fundort: Ladjuar Madan, Sar-e-Sang, Bezirk Kuran va Munjan, Provinz Badakshan, Afghanistan

Copyright: Aletsch
Contribution: slugslayer 2011-09-18
Locality: Ladjuar Medam (Lajur Madan) / Sar-e-Sang / Kokscha-Tal / Kuran va Munjan, Bezirk / Badachshan (Badakhshan; Badahsan), Provinz / Afghanistan
Lapis Lazuli
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Lapis Lazuli

Fundort: Sar-e-Sang, Koksha-Tal, Badakhshan-Provinz; Größe: 6 x 6 x 3 cm

Collection: Mineralroli
Copyright: Mineralroli
Contribution: Mineralroli 2011-02-24
Locality: Sar-e-Sang / Kokscha-Tal / Kuran va Munjan, Bezirk / Badachshan (Badakhshan; Badahsan), Provinz / Afghanistan
Fra Angelico Blau
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Fra Angelico Blau

Aus echtem Lapislazuli gewonnenes Pigment

Copyright: Thomas Seilnacht
Contribution: Seilnacht 2020-12-17
Lapislazuli
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Lapislazuli

Bearbeitetes Schmuckherz aus Lapislazuli mit Pyrit

Collection: Seilnacht
Copyright: Thomas Seilnacht
Contribution: Seilnacht 2020-12-17
Locality: Sar-e-Sang / Kokscha-Tal / Kuran va Munjan, Bezirk / Badachshan (Badakhshan; Badahsan), Provinz / Afghanistan

Collectors Summary

Color tiefblau, graublau
Streak color hellblau
Lustre Glasglanz, auf dem Bruch Fettglanz
Hardness (Mohs) 5 bis 6

Additional information / Summary

auch Lasurstein, Lapislazuli oder nur Lapis

Ein tiefblaues bis graublaues, seltener schwärzliches Mineralgemisch (bei manchen Autoren auch falsch als Gestein bezeichnet), welches primär aus Calcit, Lasurit, Diopsid besteht (oder nur aus Calcit und Lasurit oder aus Lasurit, Sodalith und Diopsid). Assoziiert sein können: Pyrit, Haüyn, Sodalith, Nephelin, Schwefel, Tremolit, Granat, Turmalin, Dolomit, Phlogopit, Forsterit, Diopsid, Apatit, Skapolith und/oder Afghanit.

Chemism

Min­eral sta­tus

Gemenge/Gemisch/Mischkristall

Optical Properties

Color

tiefblau, graublau

Streak color

hellblau

Lus­tre

Glasglanz, auf dem Bruch Fettglanz

Physical Properties

Hard­ness (Mohs)

5 bis 6

Density (g/cm³)

2,4 bis 3

Detailed description

Namensherkunft

Aus dem lateinischen "lapis = Stein" und dem persischen "lazhward = Himmelblau". Lasurit wird oft fälschlicherweise als Lapislazuli bezeichnet.


Geschichte

Lapislazuli wurde bereits von den Sumerern und Ägyptern verwendet. Die frühste bekannte Verwendung konnte man in einem Tempel der sumerischen Stadt Eridu im 5. Jahrtausend vor Christus nachweisen (von Rosen 1990). In einem Königsgrab in Ur (Irak) fand man ein 5500 Jahre altes Mosaik. Schon zu jener Zeit war er ein begehrtes Handelsgut. Die Erwähnung im Gilgamesch-Epos stellt die frühste bekannte, schriftliche Referenz dar. Lapislazuli wurde auch in den Beigaben der Pharaonengräber gefunden. Die alten Ägypter verwendeten den blauen Stein in Amuletten mit dem Skarabäus oder in Anhängern. In China ist die frühste Verwendung aus dem 8. bis 6. Jahrhundert vor Christus dokumentiert.

Marco Polo gelangte im 13. Jahrhundert auf seinen Reisen zu den Lapislazuli-Fundstellen in Sar-e-Sang in der afghanischen Provinz Provinz Badachschan. Noch heute liefert dieser Fundort die beste Qualität der Welt. Während der Renaissance verwendete man den Lapislazuli zur Verzierung von Tassen oder Schalen. In Florenz waren farbige Mosaike beliebt, die Vögel oder Schmetterlinge zeigten. Der Lapislazuli wurde zusammen mit Karneol, Malachit oder Achat vor schwarzem Marmor eingesetzt.

Erst seit dem frühen Mittelalter ist eine Gewinnung eines Pigments aus Lapislazuli dokumentiert. Berühmt geworden ist das Fra Angelico Blau, das Albrecht Dürer mit Gold aufwog. In einem komplizierten und bis heute geheim gehaltenen Reinigungsverfahren wird der reine Lasurit von den anderen Mineralen getrennt, so dass man zum Schluss ein sehr reines Blau erhält. Ein bekanntes Werk der Kunstgeschichte sind die Buchmalereien der Gebrüder Limburg. Die Brüder begannen mit ihren „Stundenbüchern“ (Les Très Riches Heures) im Jahr 1413. Darin enthalten sind zum Beispiel die zwölf berühmten Monatsbilder, bei denen das Fra Angelico Blau mit Wasser und Leim als Bindemittel fixiert wurde.

Fra Angelico Blau wird heute nur noch zum Restaurieren hergestellt und verwendet. Mit der Gründung der ersten Ultramarinfabrik in Deutschland im Jahre 1834 wurde es durch das synthetisch hergestellte Ultramarinblau abgelöst. Heute ist der Lapislazuli ein begehrter Schmuckstein, der in vielen Farben und Formen angeboten wird. Begehrt sind vor allem tiefblaue Stücke, die golden glänzende Pyriteinschlüsse zeigen.


Vorkommen und Lagerstätten

Lapis Lazuli kommt meist in kontaktmetamorphen Lagerstätten vor, zum Beispiel in Gneisen, Marmor oder metamorphen Kalken wie in Sar-e-Sang (Badakhshan, Afghanistan). Diese Fundstelle in Afghanistan stellt das weltweit bekannteste und reichhaltigste Vorkommen dar. Dort wird der Lapislazuli vermutlich seit mehr als 6000 Jahren abgebaut. Eine weitere Fundstelle liegt in den Anden auf 3500 Höhenmeter am Cerro Lapis Lazuli bei der chilenischen Stadt Ovalle. Diese Mine wird seit 1905 professionell ausgebeutet. Schöner Lapislazuli liefert auch die Lasurit-Lagerstätte Malo-Bystrinskoye im sibirischen Oblast Irkutsk. Weitere abbauwürdige Vorkommen gibt es im Chaung-Gyi Tal in Myanmar.


Quellenangaben

Coenraads, R. and Canut de Bon, C. (2000): Lapislazuli from the Coquimbo Region, Chile, GEMS & GEMOLOGY, Spring 2000, abgerufen auf: https://www.gia.edu/doc/Lapis-Lazuli-from-the-Coquimbo-Region-Chile.pdf
Schlabach, Sonja (1995): Zur Chemie der Malfarben mit anorganischen Pigmenten, Wissenschaftliche Hausarbeit, Universität Giessen
Seilnacht, Thomas (2018): Pigmente und Bindemittel – Farbrezepte, Seilnacht Verlag & Atelier, Bern
Seilnacht, Thomas (2021), Herstellung von Fra Angelico Blau, abrufbar auf: https://www.seilnacht.com/Lexikon/Lapis.htm
von Rosen L. (1990): Lapis lazuli in archaeological contexts: In P. Astrom: Studies in Mediterranean Archaeology, Pocketbook 93, Jonsered, Foerlag, Sweden.

Alternative Name

German

Lapislazuli

青金石

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