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Seltene Erden

Symbol

Z

Serie

Aggregat

Farbe

Anteil an der Erdhülle
in ppm

Schmelzpunkt
(in oC)

Sc

21

Übergangsmetall

Fest

Silbrig-weiß

5,1

1541


Scandium


Scandium
Scandium
Reines sublimiertes Scandium und ein 1 Kubikzentimeter großer Sc-Würfel
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Scandium

Reines sublimiertes Scandium und ein 1 Kubikzentimeter großer Sc-Würfel

Alchemist-hp (talk)

Geschichte

Scandium wurde 1879 von Lars Fredrik Nilson entdeckt. Aus 10 kg Euxenit und Gadolinit isolierte er ein Oxid mit bisher unbekannten Eigenschaften. Das von ihm vermutete neue Element nannte er zu Ehren seiner Heimat „Scandium“. Schon 1869 sagte Dmitri Iwanowitsch Mendelejew ein Element Eka-Bor mit der Ordnungszahl 21 voraus. Erst Per Teodor Cleve erkannte später die Übereinstimmung des Scandiums mit dem Eka-Bor. Reines Scandium wurde erstmals 1937 elektrolytisch aus einer eutektischen Schmelze aus Kalium-, Lithium- und Scandiumchlorid bei 700 bis 800 °C hergestellt.

Vorkommen

Scandium gehört zu den seltenen Elementen. Elementar kommt es nicht vor, nur in einigen seltenen Mineralien findet man es in angereicherter Form. Dazu gehören Thortveitit, Euxenit-(Y), Gadolinit-(Y), Ixiolit, Bazzit und Kolbeckit. Scandium findet sich in geringer Konzentration in über 800 Mineralien. Es ist daher auch in Erzkonzentraten der Übergangsmetalle als Verunreinigung enthalten. Hierzu zählen russische und chinesische Wolframit- und Tantalitkonzentrate. Auch bei der Aufbereitung uranhaltiger Erze fallen Scandiumverbindungen an.

Verwendung

Seine Hauptanwendung findet Scandium als Scandiumiodid in Hochleistungs-​Hochdruck-​Quecksilberdampflampen, beispielsweise zur Stadionbeleuchtung. Zusammen mit Holmium und Dysprosium entsteht ein dem Tageslicht ähnliches Licht. Scandium wird auch zur Herstellung von Laserkristallen verwendet. Magnetischen Datenspeichern wird Scandiumoxid zur Erhöhung der Ummagnetisierungsgeschwindigkeit zugesetzt. Scandium als Scandiumchlorid wird in Mikromengen als ein sehr wichtiger Bestandteil im Katalysator bei der Chlorwasserstoffherstellung eingesetzt.

Als Legierungszusatz zeigt Scandium gefügestabilisierende und korngrößenfeinende Effekte. Eine Aluminium-​Lithium-​Legierung mit geringem Scandiumzusatz wird zur Herstellung einiger Bauteile in russischen Kampfflugzeugen verwendet. Auch in der modernen Fahrradindustrie (siehe Rennrad) werden Scandiumlegierungen eingesetzt. Diese Legierungen enthalten ebenfalls nur relativ wenig Scandium.



Literatur

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  • Nilson, Lars Fredrik (1879). "Ueber Scandium, ein neues Erdmetall". Ber. deutschen chem. Gesellschaft 12 (1): 554–557. doi:10.1002/cber.187901201157.

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