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Panasqueira Mine (Couto Mineiro da Panasqueira)

Profile

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Portugal / Castelo Branco, Distrikt / Covilhã / Panasqueira / Panasqueira Mine (Couto Mineiro da Panasqueira)

Jour­ney De­scrip­tion

Es liegt in der Provinz Beira Baixa, 30 km W der Stadt Fundao und ca. 300 km NE von Liboa (Lissabon).

Man fährt nach Covilha, dann nach Fundao (1 h) und von hier aus nach Sonto da Casa (bei Ourona). Der Ort Panasqueira-Minas liegt hinter der neueren Bergwerksanlage.

Ex­po­sure de­scrip­tion

Bergwerk, Halden (stark verwittert). (aufgelassen)

Ge­ol­o­gy

Das Erz führt durchschnittlich 0,18% W, 0,02% Sn 0,18% Cu. Jährliches Ausbringen von 1.500 t W-Konzentrat, 2000 t Chalkopyrit-Konzentrat und 100 t Sn-Konzentrat.

En­trance Re­stric­tions

Eintritt ins Minengelände selbst ist nicht möglich. Wohl aber kann man sein Glück auf den vielen riesigen Halden in der Umgebung versuchen. Diese sind aber ebenfalls teilweise schwer zugänglich und teils auch eingezäunt.

GPS Co­or­d­i­nates

Panasqueira



Panasqueira

WGS 84: 
Lat.: 40.1505875° N, 
Long: 7.7498296° W
WGS 84: 
Lat.: 40° 9' 2.115" N,
   Long: 7° 44' 59.387" W
Local weather information, Macrostrat geological map

Mineralienatlas short URL

https://www.mineralatlas.eu/?l=3072
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Shortened path specification

⚒ Panasqueira, Panasqueira, Covilhã, Castelo Branco, PT
Useful for image descriptions and collection inscriptions

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Additional Functions

Images from localities (6 Images total)

Panasqueira Bergwerk
Views (Image: 1274014359): 2504
Panasqueira Bergwerk

Gesamtansicht des Hauptwerks. Castelo Branco, Covilha, Portugal. 1985.

Copyright: Doc Diether
Contribution: Doc Diether 2010-05-16
Panasqueira Bergwerk
Views (Image: 1274014140): 2464
Panasqueira Bergwerk

Castelo Branco, Covilha, Portugal. 1985.

Copyright: Doc Diether
Contribution: Doc Diether 2010-05-16
Mina Panasqueira
Views (Image: 1274013934): 2961
Mina Panasqueira

Aufbereitung mit Halde;
Castelo Branco, Covilha, Portugal. 1985.

Copyright: Diether Gräf
Contribution: Doc Diether 2010-05-16

Detailed Description

Allgemeines

Das Bergbaurevier Panasqueira gehört zu den weltgrößten Wolframitvorkommen und ist die größte Sn-W-Lagerstätte auf der iberischen Halbinsel.


Geologie

Panasqueira befindet sich geotektonisch in der zentro-iberischen Zone des Hespérico-Massivs und ist Teil einer der wichtigsten europäischen pneumatolytischen gangförmigen Sn-W-metallogenischen Provinzen und bildet mit den Lagerstätten Portugals sowie La Coruna, Pontevedra, Orense, Zamora, Salamanca, Caceres und Badajoz in Spanien den sogenannten "Zinnbogen". Die Geologie ist relativ einfach: Hercynische Granitintrusionen (Batholithe) und Greisen in Form granitischer Kuppeln, welche von porfidoblastischen Biotit-Cordierit-Kontaktzonen überlagert sind und auf welchen dominierend Metasedimente (Pelite, Grauwacken, feinkörnige Quarzite und Schiefer) in einer Mächtigkeit von ca. 350m aufliegen. Die Sn-W-Vererzung erstreckt sich von SW nach NE; die quarzreichen Erzgänge liegen primär in den Kontaktzonen, sowie in den Metasedimenten und am Kontakt zu den Greisen.


Lagerstätten und Gruben

Das Vorkommen gliedert sich in drei Subzonen

  • Zona Poente
    Dominierend sind W-reiche, Sn-arme Gänge mit Muskovit-Salbändern
  • Zona Nascente
    Dominierend bis zu 1m mächtige W-reiche Gänge mit höherem Kassiterit-Anteil, Sulfiden und Arsenopyrit.
  • Zona das Guerras
    mit dem Gebiet Barroco Grande; Sn-W-reiche Gänge mit einem hohen Anteil an Chalkopyrit und Pyrit. Im S des Barroco Grande liegen die Zonen Vale das Freiras und Vale da Ermida (die bis zum II.Weltkrieg am intensivsten abgebaute Sn-Vererzung mit gut kristallisiertem Kassiterit, Fluorit und Löllingit, weißem Apatit, Sphalerit und Markasit), Corga Seca, Alvoroso, Veia Branca und Giestal. Die Gänge dieser Zonen sind nur bis etwa 30cm mächtig; hier treten besonders Pyrit, Apatit und Turmalin auf. In Corga Seca wurde erstmals Beryll entdeckt.
    Im E des Barroco Grande liegt die kleine Explorationszone Lomba da Cevada. Im W von Barroco Grande und Alvoroso die Zonen Rebordeos und Seladinho mit gemischter Vererzung; im äußersten SW zwischen Vale da Freiras und Poente liegt das erzärmste Vorkommen Fonte das Lameiras.

Bergbaugeschichte (kurzer Abriss)

Die Kassiteritvorkommen von Panasqueira waren bereits zur Zeit der römischen Besetzung der iberischen Halbinsel und darauffolgend während des mehrere Jahrhunderte andauernden Reiches der Mauren bekannt und wurden primitiv (meist oberflächlich) abgebaut. Eine erste wirtschaftliche Exploration fand im Jahr 1889 statt; die erste, noch etwas rudimentäre Förderung einige Jahre später. Im Jahr 1898 wurde die erste Konzession für die Gruben Panasqueira und Cabeco do Piao erteilt; gefolgt von Erkundungsarbeiten im Vale das Freiras, Vale da Ermida und im Barroco Grande. Der gesamte Komplex wurde seitdem als Minas de Panasqueira bezeichnet. Bis zur Schließung der Gruben im Jahr 1993 (bedingt durch den Preisverfall von Wolfram) erfolgte mit zahlreichen Besitzwechseln ein aktiver Abbau über fast 100 Jahre. Das Vorkommen wurde 1994 von der kanadischen Gruppe "Avocet Ventures" aufgekauft, die Gruben wurden 1995 wieder in Betrieb genommen. Seit 1998 wird im 3-Schichten-Betrieb gearbeitet, die Anlagen wurden modernisiert, sowie eine neue Aufbereitungsanlage in Barroco Grande seit April 1997 in Betrieb genommen. Eine zukünftige Weiterführung der Abbauaktivitäten hängt wesentlich vom Markt für Wolfram ab; könnten jedoch zu einer 2.Renaissance der Minas de Panasqueira führen.


Mineralien

Panasqueira gehört zu den weltweit klassischen Vorkommen, aus welchem ausgezeichnete Mineralien in hervorragender Ausbildung und in beachtlichen Größen gefunden wurden und immer noch gefunden werden. Die Fluorapatit- und Wolframit-(Ferberit)-Kristalle sind wohl die besten der Welt; exzellente und große Arsenopyrit-, Kassiterit-, Siderit- und Quarzkristalle haben Eingang in viele Sammlungen gefunden. Es gibt atemberaubende Paragenesen (fast) aller o.a. Mineralien; besonders schön sind große Quarzkristalle mit Wolframit (XX bis 25cm) und Apatit in einer Farbpalette von farblos über weiß, hellgrün, hellblau bis grünblau und gelblichgrün; großblättrige Sideritkristalle auf Quarz; lavendelfarbiger Fluorit auf tiefgrünen Apatiten; seltener kugelige hellfliederfarbene Fluorite auf Quarz.


Mineralien sammeln und kaufen

Das eigenständige Sammeln von Mineralien im gesamten Bergbaurevier ist praktisch unmöglich; die Bergbaugesellschaft denkt nicht einmal ansatzweise daran, Genehmigungen zu erteilen. Man kann jedoch Mineralstufen in den Räumlichkeiten der "Loja dos Cristais", einer kleinen Tochtergesellschaft des Betreibers, kaufen. Die Verkaufsstelle befindet sich im Verwaltungsgebäude in Barroco Grande. Wer etwas sprachlich versiert ist, kann auch Kontakt zu Einheimischen, bzw. Bergleuten aufnehmen, welche immer wieder Mineralien verkaufen. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, da diese Leute meist sehr misstrauisch sind, aus Angst, dass ihnen die Bergbaugesellschaft die Stufen abnehmen könnte. Das Sammeln auf den alten Halden bringt immer wieder das eine oder andere kleine Stück Arsenopyrit oder Quarz, jedoch meist von minderwertiger Qualität. Die Halden sollten mit allergrößter Vorsicht aufgesucht werden, da es zwischen ihnen unzählige offene Schächte gibt, welche mit Gras und Gebüsch überwachsen sind und zum Reinfallen einladen!

Minerals (Count: 86)

Mineral images (101 Images total)

Ferberite
Views (Image: 1431746260): 2587
Ferberite

Ferberite specimen, from Panasqueira Mine - Couto Mineiro da Panasqueira, Panasqueira, Covilhã, Castelo Branco District, Portugal; Size 44 х 39 х 35 mm

Collection: pegmatite
Copyright: pegmatite
Contribution: pegmatite 2015-05-16
More   MF 
Arsenkies, Ferberit
Views (Image: 1464244346): 2380, Rating: 9.6
Arsenkies, Ferberit

Specimen = ca. 35 mm; Panasqueira

Collection: Andreas Schmid
Copyright: Andreas Schmid
Contribution: Andreas Schmid 2016-05-26
More   MF 
Fluorapatit
Views (Image: 1325330397): 995
Fluorapatit

Größe: 60x50x12 mm; Fundort: Panasqueira, Covilha, Distrikt Castelo Branco, Portugal

Copyright: Dan Weinrich
Contribution: slugslayer 2011-12-31
More   MF 

Rocks (Count: 13)

Subsidiary Pages

Reference- and Source indication, Literature

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Weblinks:


Quellangaben: