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rätan granite

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Rätan-Granit
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Rätan-Granit

Geschiebefund 2 km N Hanstholm mit Herkunft Jämtland, Schweden. Größe: 7 x 4 cm. Alter: 1,85 Milliarden Jahre

Collection: Jörg
Copyright: Jörg
Contribution: Jörg 2012-01-22
Locality: Hanstholm / Jütland / Dänemark

Additional information / Summary

Ein auffälliges Gestein mit einem hohen Anteil an grünlichem Plagioklas (bis 50%), weshalb dieser Granit den Granodioriten zugeordnet wird.

Grouping

Belonging to

Rocks  ⇒ igneous rocks and sediments  ⇒ crystalline igneous rocks  ⇒ normal crystalline rocks  ⇒ coarse-grained crystalline rocks  ⇒ granitic-rock  ⇒ granite



Rocks  ⇒ igneous rocks and sediments  ⇒ crystalline igneous rocks  ⇒ normal crystalline rocks  ⇒ coarse-grained crystalline rocks  ⇒ granitic-rock  ⇒ granodiorite

Alternative Name

German

Rätan-Granit

Detailed description

Varianten

Der Begriff Rätan-Granit beschreibt eine Reihe von verschiedenen Varianten, welche sich in ihrem Chemismus ähneln, im Aussehen jedoch von einander abweichen. Charakteristisch für Rätan-Granit ist ein hoher Anteil an Plagioklas, weshalb das Gestein zu den Granodioriten zählt. Weiterhin auffällig sind die großen Kalifeldspäte, mit Größen von bis zu 7 cm, welche oft perthitische Entmischungen zeigen. Die Grundmasse ist als Kontrast zu den großen Einzelkristallen feinkörnig, seltener mittelkörnig. Dadurch, dass die Plagioklase in einigen Varianten eine deutliche Grünfärbung aufweisen, lässt sich das Gestein gut bestimmen.<brclear>


Deformierter Rätan-Granit

Grüner Rätan-Granit
Grüner Rätan-Granit

Geschiebefund aus Hanstholm mit Herkunft südliches Jämtland, Schweden. Größe: 12 x 10 cm. Alter: 1,85 Milliarden Jahre.

Jörg

Als Geschiebe häufig anzutreffen. Dieses Gestein unterlag einem hohen Metamorphosegrad. Die Oberfläche besteht (in der Verwitterung) aus sichtbar grünlichem bis gelbgrünem Plagioklas. Der Plagioklas nimmt einen Gesamtanteil von bis zu 50% des Gesteins ein. In dieser Masse verteilt liegen unregelmäßig, z. T. sehr große und deformierte Einzelkristalle von hellrotem Feldspat (Mikroklinperthit), welche ca. 20% des Gesteins ausmachen. Als Mafite finden sich Biotit, Hornblenden und Titanit, mit einem Gesamtgehalt an dunklen Mineralen von ca. 15%. Quarz ist mit bloßem Auge meist nicht sichtbar, und beträgt ca. 10% der Gemengeanteile.


Rätan-Granit mit hohem Metamorphosegrat

Rätan-Granit
Rätan-Granit

Geschiebefund 2 km N Hanstholm mit Herkunft Jämtland, Schweden. Größe: 7 x 4 cm. Alter: 1,85 Milliarden Jahre

Jörg

Nicht deformierte Variante

Der Gesamteindruck dieses Typs ist graurot, hellrot oder (seltener) grau. Das Gefüge ist mittelkörnig. Einige der Mikroperthitkristalle erreichen, wie in der deformierten Variante, Größen von bis 7 cm. Das Mikroklin ist meist rechteckig ausgebildet, manchmal mit abgerundeten Ecken. Quarz bildet große, runde Einzelkristalle, welche oft direkt den Kalifeldspäten anliegen. Der Gesamtgehalt an Quarz beträgt ca. 20%. Das Mikroklin nimmt ca. 25% des Volumens ein. Ca. 50% des Gesteins besteht aus idiomorphen, meist deutlich rechteckig ausgebildeten Plagioklas. Accessorisch kommt Titanit, mit bis zu 5 mm großen gelben Einzelkristallen; Epidot; Apatit und Flussspat im Rätan-Granit vor.


Herkunft

Das Anstehende der Rätan-Granite erstreckt sich großflächig um den Ort Rätan, mit nordsüdlicher Ausprägung, im südlichen Jämtland, Schweden.


Alter

Das Alter dieser Gesteine beträgt ca. 1,85 Milliarden jahre


Verwechslungsmöglichkeiten

Bestehen als Geschiebefunde insbesondere zum Graverfors-Granit und rot-grünen Järna-Granit


Literatur

  • Hesemann J. 1975: Kristalline Geschiebe der nordischen Vereisungen, GLA Nordrhein-Westfalen. S. 27-30
  • Zandstra J.G. 1988: Noordelijke kristallijne gidsgesteenten, E. J. Brill 1988
  • Zandstra J.G. 1999: Platenatlas van noordelijke kristallijne gidsgesteenten, Backhuys Leiden, Nr. 97, 98

Quellenangabe

Gesteinszuordnungen (1)

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