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Das Lovozero-Massiv - Ловозеро

BILD:1113105032
Lorenzenit

BILD:1113413306
Epistolit

BILD:1131921575
Zirkon

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Russland / Nordwestrussland, Föderationskreis / Murmansk, Oblast / Kola-Halbinsel / Lovozero

Ge­ol­o­gy

Erze: Nb-Ta-SE-Perowskit.

Mineralienatlas short URL

https://www.mineralatlas.eu/?l=1127
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Lovozero, Kola-Halbinsel, Murmansk, Nordwestrussland, Föderationskreis, RU
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Detailed Description

Geographie / Landschaftsform

Das Lovozero-Alkalimassiv (die Lovozero-Tundren) liegt nordöstlich des Chibiny-Massivs und ist von ihm südwestlich durch den tiefsten See der Kola-Halbinsel, dem Umbozero-See getrennt.
Mit einer Fläche von ca. 650 km2 ähnelt das Lovozero-Massiv dem Chibiny-Massiv in Form eines gegen Osten geöffneten Hufeisens.
Inmitten der Lovozero-Tundren in einem malerischen Talkessel liegt der Seidozero-See ; die Höhe der Tundren nimmt allmählich von 1000 m im Westen bis zu 400 m im östlichen Teil ab.
Höchster Punkt des Massivs ist der 1120 m ü.NN. hohe Angvundastschorr (chorr = Berg).
Die die Lovozero-Tundren bildenden einzelnen Gebirgsmassive und sind voneinander praktisch nicht getrennt, sodaß ihre Oberfläche ein riesiges Plateau darstellt.
Fortbewegung ist entweder 'per pedes' oder auch mit dem Fahrzeug machbar; dennoch ist der Aufstieg nur am nördlichen und nordwestlichen Rand des Lovozero-Massivs möglich (bei der Siedlung Rewda und dem Loparit-Steinbruch von Karnasurt).
Schwer zugänglich ist der westliche Teil der Tundren, da entsprechende Straßen fehlen, ist jedoch mit Spezialfahrzeugen erreichbar.
Der Seidozero-Talkessel ist ein staatliches Naturschutzgebiet, sodaß eine Spezialgenehmigung erforderlich ist, um überhaupt bis hierher zu gelangen.
Nähere Informationen zu Vegetation, Relief und Klima der Lovozero-Tundren können dem Werk: "Chibiny- und Lovozero-Tundren" von A. Fersman und anderen Fachartikeln entnommen werden.


Geologie

Aufstellung der wichtigsten vorkommenden Gesteine

Im Paläozoikum durchbrachen Nephelin-Syenite des Lovozero-Plutons Granat-Biotit-Gneise.
Ohne Berücksichtigung der zahlreichen Pegmatite und hydrothermalen Gänge, treten im Lovozero-Massiv lediglich drei Gesteinskomplexe auf:

  • 1. Komplex aus Poikilit-Syeniten (mit Feldspatvertretern wie z.B. Nephelin)
  • 2. Lujavrit-Foyait-Urtit-Komplex
  • 3. Eudialyt-Lujavrit-Komplex

Alkalipegmatite

sind im Lovozero-Massiv durch zahlreiche stockartige Körper und Gänge vertreten; primär in Gesteinen der zuerst beschriebenen beiden Komplexe.
Für die Pegmatite der einzelnen Zonen kennzeichnend sind die beteiligten Mineralparagenesen.
In Pegmatiten aus Eudialyt-Lujavriten kommt -außer Eudialyt selbst- praktisch nichts Interessantes vor.
Eine von ultra-alkalischen Mineralien begleitete Natrolith-Ussingit-Assoziation ist für Gänge in der 2.Zone typisch.
Mineralien sind hier hauptsächlich:

Unter den Pegmatiten der poikilitischen Syenite herrschen Sodalith-Natrolith-Albit-Gänge mit hauptsächlich folgenden Mineralien vor:

Mineralreiche Gänge

Mineralreiche Gänge, die in großer Zahl vertreten sind, werden sogar mit Eigennamen bedacht, sofern sie zu den bekannteren Gängen zählen.
So existiert z.B. im Untertagebau des Karnasurt-Berges der "Jubilejnaja"-Gang, von dem für zwölf Spezies der insgesamt rund 50 Mineralarten Erstbeschreibungen vorliegen!
Diese sind:

Im Untertagebau des Alluaiv-Berges (= Umbozero, Umba) wurden zwei riesige Ussingit-Gänge benannt:

  • a) der "Sirenewaja"-Gang, der nach der Farbe seines Primärminerals Ussingit benannt wurde (sirenewaja = Flieder).
  • b) der "Shkatulka"-Gang, da sein Ussingit-Kern mannigfaltig mit bunten Kristallen und Körnern einer reichhaltigen Mineralparagenese gefüllt ist (Shkatulka = Schatzkästchen). Nach ihm benannt wurde auch das neue Mineral Shkatulkalith, das der Lomonosovit-Gruppe angehört (siehe auch Lapis 96/11, 46).

Wichtige Erze

Wichtigstes Erzmineral des Lovozero-Massivs ist der Loparit zur Gewinnung von Niob, Tantal und Seltenerdenmetalle.

Von ökonomischer Bedeutung sind neben den Loparit-Erzen auch Zirkonium-Erze, in Form der Eudialyt-Lujavrite.
Mit einem durchschnittlichen ZrO2-Gehalt von 1,5 Gew.% stellen die km2-großen "Erzflöze", die in einer Mächtigkeit bis zu 300m aufgeschlossen werden sollen, das vermutlich weltweit größte Zirkonium-Vorkommen dar!
Entsprechende Prospektionsarbeiten werden derzeit noch auf dem Alluaiv-Berg im kleineren Tagebau durchgeführt.

Bekannteste Bergwerke des Lovozero-Massivs sind:

  • 1. der Karnasurt-Schacht und
  • 2. die Umba Mine ("Umbozero")

    Zu 1.
    Im nördlichen Teil des Lovozero-Massivs befindet sich der Karnasurt-Schacht. Hier wird primär in sehr verzweigten Abbauen das geringmächtige Malignit-"Flöz" gewonnen.
    Die Mine besteht sowohl aus den zweien Untertage-Abschnitten Karnasurt und Kedyk, als auch aus zwei Tagebauen am Nordhang des Karnasurt-Berges zur Mine. Im einen wird das "Flöz" aus den Ijolith-Urtiten angefahren (3-4% Loparit); im anderen das Malignit-"Flöz".

    Zu 2.
    In der "Umba"-Mine am Umbozero-See, am östlichen Hang des Alluaiv-Berges wird das 2-3m mächtige Ijolith-Urtit-"Flöz" angefahren. Ein kleinerer Tagebau befindet sich etwas höher, am Hang des Alluaivs.

Minerals (Count: 462)

Mineral images (16 Images total)

Eudialyt
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Eudialyt
Einzelkristall; Fundort: Flora, Lovozero, Kola, Russland; Bildbreite: 5mm
Copyright: UlrichW; Contribution: Mineralienatlas
Location: Russland/Nordwestrussland, Föderationskreis/Murmansk, Oblast/Kola-Halbinsel/Lovozero
Mineral: Eudialyte
Image: 1104928132
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License: Usage for Mineralienatlas project only
Eudialyt

Einzelkristall; Fundort: Flora, Lovozero, Kola, Russland; Bildbreite: 5mm

Copyright: UlrichW
Contribution: Mineralienatlas 2005-01-05
More   MF 
Strontiumapatit
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Strontiumapatit
Fundort: Lovozero, See Segd, Kola, Russland; Größe: 10 x 7 x 8 mm; Funddatum 1991; XRD-analysiertes Stück
Copyright: Torben; Contribution: Torben
Location: Russland/Nordwestrussland, Föderationskreis/Murmansk, Oblast/Kola-Halbinsel/Lovozero
Mineral: Fluorstrophite
Image: 1148148440
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License: Usage for Mineralienatlas project only
Strontiumapatit

Fundort: Lovozero, See Segd, Kola, Russland; Größe: 10 x 7 x 8 mm; Funddatum 1991; XRD-analysiertes Stück

Copyright: Torben
Contribution: Torben 2006-05-20
More   MF 
Natrolith
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Natrolith
Kopffläche eines farblosen kurzprismatischen Natrolith-Kristalls mit einem Durchmesser von 3 cm; Fundort: Lovozero-Massiv, Kola-Halbinsel, Russland
Copyright: McSchuerf; Contribution: Mineralienatlas
Location: Russland/Nordwestrussland, Föderationskreis/Murmansk, Oblast/Kola-Halbinsel/Lovozero
Mineral: Natrolite
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Natrolith

Kopffläche eines farblosen kurzprismatischen Natrolith-Kristalls mit einem Durchmesser von 3 cm; Fundort: Lovozero-Massiv, Kola-Halbinsel, Russland

Copyright: McSchuerf
Contribution: Mineralienatlas 2005-04-12
More   MF 

Rocks (Count: 12)

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Lujavrit
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Lujavrit
Foid Syenit - Varietät Lujavrit (Luijaurit); Agpaitische Varietät von Nephelin Syenit mit Arfvedsonit, Ägirin und Alkalifeldspat; Fundort: Lakse Elv, Kangerdluarssuq, Grönland
Copyright: Collector; Contribution: Collector
Collection: Collector
Location: Russland/Nordwestrussland, Föderationskreis/Murmansk, Oblast/Kola-Halbinsel/Lovozero
Rock: nepheline-syenite
Image: 1140070316
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License: Usage for Mineralienatlas project only
Lujavrit

Foid Syenit - Varietät Lujavrit (Luijaurit); Agpaitische Varietät von Nephelin Syenit mit Arfvedsonit, Ägirin und Alkalifeldspat; Fundort: Lakse Elv, Kangerdluarssuq, Grönland

Collection: Collector
Copyright: Collector
Contribution: Collector 2006-02-16
More   RF 

External links

Fotobericht von Spirifer Minerals-Fundstellen in der Lovozero Region Lovozero

Reference- and Source indication, Literature

Literatur

  • Gerassimowskij, W.I. (1939). Pegmatite des Lovozero-Alkalimassivs; Ausg., 18; Instit. f. geol. Wissensch.; AdW der UdSSR; Moskau
  • Vlasov, K.A. (1955). Die Genese der Seltenmetall-Pegmatite; Akad Wiss., Moskau
  • Vlasov, K.A. (1957). Geochemistry and mineralogy of rare elements and genetic types of their deposits; Acad Science, Moskau
  • Kuzmenko, M.W. (1957). Zur Klassifikation und Genese von Alkalipegmatiten; Akad Wiss d. UdSSR
  • Vlasov, K.A., Kuzmenko, M.W., Eskova, E.M. (1959). The Lovozero Alkali Masiff. 495 S. Engl. translation by Hafner Publishing, New York.
  • Dalheimer, M., M. Kruszona & H. Schmidt (1988). Rohstoffwirtschaftliche Länderberichte: XXXII UdSSR, Kola-Halbinsel. BA Geowiss. u. Rohstoffe, Hannover. S.21.
  • Wolley, A.R.. (1990). Alkaline rocks and carbonatites of the world; Vol. 3, U.S.S.R.
  • Ivanyuk, G.J.; Yakovenchuk, V.N.; Britwin, S.N.; Wilke, H.J. (1997). Seltene Mineralien aus Alkaligesteinen: Das Lovozero-Massiv auf der russischen Kola-Halbinsel. Lapis: 22; 4.
  • Semenov, E. (1997). Minerals and ores of the Khibiny-Lovozero alkaline massif, Kola. Russ. Acad. Sciences, Fersman Min. Mus.; Moskau
  • Pekov, I.V. (2000). Lovozero-Massif-History, Pegmatites, Minerals; Moskau. (eines der besten Werke zu Lovozero)
  • Khomyakov, A.P., Nechelyustov, G.N., Ferraris, G. & Ivaldi, G. (2000). Manganonaujakasite, Na6(Mn,Fe)Al4Si8O26, a new mineral from the Lovozero alkaline massif, Kola Peninsula. Zapiski Vserossiiskogo Miner. Obshchestva, 129 (4), S.48-53. (Typ-Publ.)
  • Weiß, S. (2001). Neue Mineralien: Manganonaujakasit. Lapis, Jg.26, Nr.2, S.32+38.
  • Kogarko, L.N. (2019): A New Geochemical Criterion for Rare-Metal Mineralization of High-Alkaliс Magmas (Lovozero Deposit, Kola Peninsula). Doklady Earth Sciences, Vol.487, Nr.2, S.922-24.
  • Julia A. Mikhailova, Yakov A. Pakhomovsky, Taras L. Panikorovskii, Ayya V. Bazai and Victor N. Yakovenchuk: Eudialyte Group Minerals from the Lovozero Alkaline Massif, Russia: Occurrence, Chemical Composition, and Petrogenetic Significance. Minerals Vol. 10, Nr. 12 (2020) Art.-Nr. 1070.
  • L. N. Kogarko: Features of Eudialyte Ore Formation in High-Alkaline Magmas of the Lovozero Deposit (Kola Peninsula). Doklady Earth Sciences Volume 496, Issue 2 (2021) S. 112–114.
  • Lia N. Kogarko, Troels F. D. Nielsen: Compositional Variation of Eudialyte-Group Minerals from the Lovozero and Ilímaussaq Complexes and on the Origin of Peralkaline Systems. Minerals Vol. 11, Nr. 6 (2021) Art-Nr. 548.

Quellangaben

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